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Isolierung Dachterrassen

Fachgerechtes Plattieren von Dach- und Freiterrassen
Artikel Nr.17: "Isolierung"

Wozu dient eigentlich noch eine aufwendige Isolierung unter Außenplattierungen, wenn schon der Belag fachgerecht verlegt ist, versiegelte Dehnfugen angelegt wurden und die Plattenfugen dicht sind?

Diese Frage möchte ich mit einem Vergleich beantworten :
Trapezkünstler vollführen ihre Kapriolen nur dann, wenn sie bei einer Unachtsamkeit durch ein Fangnetz  sicher und verletzungsfrei aufgefangen werden.

Das  unter dem Trapez angebrachte Fangnetz dient demnach nur der Sicherheit.

Auch die Isolierung unter Plattierungen dient vorrangig der Sicherheit, falls der Belag - aus welchem Grund auch immer - wasserdurchlässig werden sollte. Gleichzeitig soll sie für eine sichere Verbundhaftung von Estrich und Verlegemörtel sorgen.

Artisten werden sich aber niemals ohne eine vorherige Kontrolle ihres Fangnetzes aufs Trapez wagen. Ein Fehler am Netz kann schnell behoben werden; wodurch dessen Zweckdienlichkeit wieder gewährleistet ist.

Eine Plattierung kann man aber nicht so einfach hochklappen, um zu kontrollieren, ob die Isolierschicht noch dicht ist. Auf die Doppelfunktion einer Isolierung muss also dauerhaft Verlass sein.

Jetzt werden Sie auch verstehen, warum ich im Schlusssatz des letzten Artikels "Estricharbeiten" auf die eminent wichtige Bedeutung einer Isolierung hingewiesen habe.
Isolierungen an kanarischen Bauwerken jeglicher Art sind meistens fehlerhaft
und sehr oft sogar falsch. Selbst an Neubauobjekten habe ich auf Grund meiner vielen Schadensanalysen festgestellt, dass sich die Ausführungsfehler ständig und gleichartig wiederholen !
In den vorherigen Artikeln habe ich ausführlich die hierdurch entstehenden Bau- und Folgeschäden beschrieben.
Die hier noch überwiegend verwendeten Isolierbahnen jeglicher Art bieten auf Grund ihrer meist kurzzeitigen Haltbarkeit, die durch chemische Zersetzung bedingt ist sowie der vielen, teilweise undichten Nähte und Flickstellen, keine genügende Sicherheit gegen Nässeeinbrüche und für den Haftverbund.

Wie horizontale Außenplattierungen insbesondere an kanarischen Bauwerken fachlich korrekt, mithin dauerhaft beständig, auszuführen sind, sollen die  schema-tische Darstellung und die nachfolgende Leistungsbeschreibung verdeutlichen.

Terrasse-Schnitt_klein

Schematische Darstellung zum Systemschichtenaufbau auf Balkonen, Frei- und Dachterrassen
 
1. Grundierung des Gefälleestrichs,
2. Flexible Dichtschlämme
3. Dichtband und Dichtecke
4. Verlegemörtel,
5. Verfugung,
6. Fugendichtmasse

 

Abfluss
Ecken-Iso

Bild 1: BodeneinlaufUntergrundisolierungen von Außenplattierungen sollten - auf Grund hoher ther-mischer Belastungen des Belages - mit ein- oder zweikomponentigen, flexiblen, hydraulisch schnell abbindenden und sulfatbeständigen Dichtschlämmen, die auch Risse von ca. 1mm überbrücken, durchgeführt werden.

Wichtiger Hinweis:
Die nachfolgend beschriebene Isolierbeschichtung darf nicht bei intensiver Sonneneinstrahlung vorgenommen werden, weil sonst der Schlämme das für ihren Abbindeprozess notwendige Wasser entzogen wird.
Das verwendete Produkt sollte exakt nach den technischen Hinweisen "Produkt-datenblatt" des Herstellers verarbeitet werden.
Des Weiteren empfehle ich, Systemprodukte von nur einem Hersteller zu verwenden.
Hierdurch wird bei einem eventuellen Mängelanspruch ein Haftungsgerangel zwischen verschiedenen Herstellern vermieden.

Bevor die Beschichtung durchgeführt wird, muss geprüft werden, ob der Untergrund (Zementestrich) fest, frei von losen Teilen, glattflächig und staubfrei ist !

Sein Feuchtigkeitsgehalt sollte weniger als 2 Volumenprozent betragen, womit die so genannte materialspezifische Haushaltsfeuchte" gemeint ist.

Danach wird die gesamte Estrichoberfläche und das umgebene Mauerwerk bis zu einer Höhe von ca. 10 cm mit einer, auf die Dichtschlämme chemisch abgestimmten, transparenten Grundierung bestrichen oder besprüht. Anschließend wird die Schlämme entlang der angrenzenden Wandanschlüsse mit einer handelsüblichen, ca 30 cm breiten Lammfellrolle gleichmäßig und satt aufgetragen. In diesen horizontal /vertikalen Eckbereich wird in die noch feuchte Schlämme ein hochelastisches und gewebekaschiertes Synthese-Kautschuk-Abdichtband, welches hälftig scharf einknickbar ist, eingebettet.  (Siehe Bild 2 und Schemapunkt 3). An Innen- und Außenecken werden materialgleiche, nahtlose Profilstücke  eingebet-tet.  (Siehe Schemapunkt 3) Gleichermaßen wird eine materialgleiche Dichtmanschette für den Bodeneinlauf in die erste Schicht der Dichtschlämme eingebettet. (Siehe Bild 2) Nun kann die übrige Fläche eingeschlämmt werden. Nach einer vom Hersteller  vorgegebenen Abbindezeit ist ein zweiter, vollflächiger Anstrich durchzuführen. Die Dicke der Beschichtung beträgt dann ca. 2-3 mm. Solch eine Isolierung ist Langzeit beständig und absolut dicht ! Sie weist keine Nahtstellen auf, ist flexibel, haftet fest auf ihrem Untergrund unddient gleichzeitig dem Verlegemörtel als sicherer Haftgrund, auf dem die Plattierung erfolgt

Nr. 113  1. - 7. Dezember 2003 Lokales Teneriffa Magazin 11-Art.17-weitere Art.liegen nicht vor

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